... Die News 2014 ...
Eingeladen zu einem Abend der Legenden hatten der FC Frankonia Thulba, der in diesem Jahr mit mehreren Veranstaltungen sein 90-jähriges Jubiläum feiert, und der FC- Förderverein. Gefolgt waren dieser Einladung etwa 250 Personen unter ihnen auch zahlreiche langjährige Mitglieder und auch ehemalige Spieler, die vieles für den Bestand des Vereins und der erlebnisreichen Jahrzehnte geleistet haben. „Ihr alle, die einzeln oder gemeinsam Geschichten für, mit oder über unseren FC Thulba geschrieben habt. Ihr, die unseren FC mitgestaltet und für viele Erfolge gesorgt habt, ihr seit mit diesen Legenden gemeint“, so der Vorsitzende Dietmar Werner in seiner Begrüßung. Ideengeber für diesen Abend war Otto Knoblauch, langjähriger Vorsitzender des FC und jetzt Vorsitzender des FC-Förderverein. Letzterer besteht nunmehr seit 21 Jahren. „Ziel bei der Gründung des Fördervereins war, die Förderung des Fußballsports insbesondere im Bereich der Jugend. Mittlerweile haben wir über 30000,- Euro dem FC zur Verfügung stellen können. Das Geld kommt aus den Beiträgen sowie aus diversen Veranstaltungen, deshalb mache ich auch Werbung für weitere Mitglieder“, so Otto Knoblauch. Auf den derzeitig sehr gut aufgestellten Verein mit seinen vielen Jugend- und Seniorenmannschaften sowie das große Breitensportangebot ging Walter Manger, Vorgänger des jetzigen Vorsitzenden, ein. Er berichtete auch von den vielen Erfolgen aber auch Zeiten wo es in den Mannschaften nicht so geklappt hat. Mit der Gründung des Fußballvereins 1924 gehörte der FC zu den ältesten im Thulbatal. Gespielt wurde oben an der Sträuch. Auf einem Platz, der mit Pickel und Schaufel angelegt wurde und ein Holzhäuschen Unterstellmöglichkeit war. Damals gab es auch hin und wieder Familienärger, da die Ehefrauen oft den Fußballsport nicht wollten und zornig wurden. Die Spieler selbst waren weit bekannt und gefürchtet, erzählte Manger weiter. Nach der Kriegspause ging es ab 1949 dann sportlich wieder aufwärts. Es gab dann auch ein Sportheim mit Umkleidekabinen an der Sträuch. Otto Knoblauch erzählte von einem Meilenstein in der Geschichte, dem Jahr 1974. Als der Verein plötzlich ohne Vorstand da stand, schlug Ehrenvorstand Totnan Rhein als Bewerber Hugo Klubertanz vor. Am Versammlungsabend wurde die Anschaffung einer Vereinsfahne beschlossen. Ziele waren weiter der Bau eines Sportplatzes und Sportheimes am Dorfrand. Doch der mit viel Elan vorausgehende neue Vorsitzende Hugo Klubertanz hatte noch andere Pläne. Zum Sportheim sollte auch eine Sporthalle. Ein enormes Vorhaben für den damals 120 Mitglieder starken Verein. Mit Hilfe der Gemeinde und des BLSV und vorgesehenen Baukosten von 1,2 Millionen DM ging es schon bald ans Werk und die Einweihung konnte bereits 1978 erfolgen. Die Halle selbst wurde 1981 eingeweiht. Alles lief ruhig und problemlos bis plötzlich an einem Tag der ganze Verein und die Ortsbürger geschockt den Unfall von Hugo und Albert Klubertanz miterleben mussten. Der damals 2.Vorsitzende Gottfried Kolb, ein unermütlicher Mann im Bauausschuss und Verein musste jetzt die Arbeit des Vorsitzenden übernehmen. Die gesamte Baumaßnahme, die für eine Aufbruchstimmung im Verein sorgte, wird mit Hugo Klubertanz immer eng verbunden bleiben. Spielerisch gab es in all den Jahren große Erfolge, davon berichtete Dietmar Werner „Wir schwebten schon auf einer guten Erfolgswelle. 1988 wurden wir Meister in der Bezirksoberliga mit einem Sieg in Laufach. Das ganze Dorf stand Kopf. Das Abenteuer Landesliga konnte beginnen“. In der Folgezeit, nach dem wieder erfolgten Abstieg, musste mit einem dünnen Spielerkader gearbeitet werden, der seine Spuren hinterließ. In den Folgejahren wurde weiter viel geleistet. An der Sträuch wurde ein weiterer Sportplatz gebaut und nach dem Abriss des dortigen Sportheimes 2005 ein neues Sportheim mit enormer Eigenleistung (3400 Stunden) gebaut. Über all das was in den vielen Jahren passierte informierte nicht nur die Bilder-Schau von Otto Knoblauch sondern auch zahlreiche alte Zeitungsartikel, Bildwände, Urkunden und alte Trikos, die den Saal schmückten.  

Aussagen ehemaliger Spieler 
Die Aussagen der ehemaligen Spieler zeigten auf, wie die Anfänge in den Jahren nach dem Krieg waren. Herbert Winter: „Ich habe als Kind auf der Schulwiese Fußball gespielt und bin so zum FC gekommen. Es war heute Abend schön, dass man einige Sportkameraden aus alter Zeit wieder einmal getroffen hat. Teils war es damals auch hart, wir mussten als Spieler zu Spielen nach Westheim, Fuchsstadt etc. noch laufen. Später konnten wir dann im Viehtransporter vom Vereinswirt Totnan Rhein, dort war auch unser Vereinslokal, mitfahren“. Albert Klubertanz: „Mir hatte domols 12-13 Spieler. Verletzte gabs nit, die musste Linksauße spiel. Gforn sin mer auch mit die Fohrräder“. Besonders hart waren die Derbys gegen Hammelburg oder die Post Bad Kissingen. Wir haben auch mal 22 Tore kassiert, später sind wir dann sogar Meister geworden, ergänzt er weiter. Meine Liebe zum Fußball habe ich gefunden als wir im Dorf von Scheunentor zu Scheunentor gespielt haben. Dem Verein bin ich von Jugend auf treu geblieben und es hat immer Spaß gemacht“, so ein mit dem FC zufriedener Friedel Weigand. Aber auch durch die Liebe, kamen Fußballer zum FC. Stefan Armbruster lernte damals seine Frau kennen, als ihn Toni Vogler nach Thulba holte.  Lob gab es auch vom derzeitigen Trainer der 1.Fußballmannschaft Andre Betz für die bisherigen Erfolge: „Wenn man gewinnt ist es leichter Trainer zu sein. Doch die Historie -Erfolge- und damit die Erwartungen machen die Arbeit nicht leicht. Trotzdem soll bei allen Problemen und Schwierigkeiten der Sport noch Spaß machen“

Fränkische Unterhaltung ein besonderes Highlight 
Mit Wolfgang Reichmann, war die fränkische Stimme des Sports nach Thulba gekommen. Er der durch seine Reporter-Tätigkeit beim BR in „Heute im Stadion“ bekannt wurde, war gerne nach Thulba gekommen. Bevor er mit seinem witzigen fränkischen Humor begeisterte und den Saal immer wieder zum Lachen und zur Begeisterung brachte, erzählte von seinen interessanten Erlebnissen im Sport und seinem Kommentieren in über 40 Sportarten. Dabei ließ er auch immer wieder seine Liebe zur fränkischen Heimat erkennen.
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Bericht und Bilder von Günther Straub
 
1. FC 1924 Frankonia Thulba e.V.   ·   An der Ziegelhütte 4  ·   97723 Thulba
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